Eine unsterbliche Komödie – Stimmt !! Denn mit diesem fulminanten Debütknaller hat sich Marcus H. Rosenmüller schon jetzt unsterblich gemacht…..

Kurzum: Der bayerische Kultfilm ! Mit diesem Überraschungshit war das Kinojahr 2006 gerettet !!
Auch wenn das Wort “Kultfilm” zztl. durch inflationäre Verwendung oft Misstrauen beim Konsumenten hervorruft, hier passt der Begriff wirklich hin !!!
Denn der Film wurde vom Publikum zu einem solchen gemacht, und nicht durch die Fuzzys aus der Werbeabteilung eines Filmverleihes bereits im Vorfeld der Veröffentlichung zu einem ebensolchen hochstilisiert.

Abseits der gnadenlos durchkalkulierten und dementsprechend seelenlosen Blockbuster von jenseits des großen Teiches, die nur noch als Geldmaschinen konzipiert werden, liegt hier ein Film mit Humor, Herz und Hirn vor, den sich jeder ansehen sollte, der noch nicht vom ganzen Mainstream-Müll abgestumpft ist.

Ein kleiner lokal orientierter Film, der schon auf dem Münchener Filmfest 2006 das Publikum begeisterte.
Ohne grosses Werbetrara gestartet, überwiegend im (Süd-) bayerischen Raum gezeigt, um sich dann monatelang mit erstaunlich stabilen Zuschauerzahlen hartknäckig sogar in den Kino-Top-Ten zu halten !!
Und zwar fast ausschliesslich durch Mundpropaganda….
Ein Phänomen, daß man schlicht als ”Sleeper-Hit” bezeichnet, und das zztl. (leider) selten geworden ist.

Aber hier paßt einfach alles: Die Geschichte vom 11-jährigen Sebastian, einem Lausbuben mit ansehlichem Sündenregister, dem von seinem älteren Bruder eingeredet wird, er sei Schuld am Tod seiner Mutter.
Und daß seine zahlreichen Sünden eine Verurteilung durch das Jüngste Gericht mit anschließendem Fegefeuer nach sich ziehen werden.

Sebastians Versuche, diese vermeintliche ”Schuld” abzutragen; bzw. ”Unsterblichkeit” zu erlangen, um dem Jüngsten Gericht zu entkommen — und als Wiedergutmachung seinen Vater zu verkuppeln, enden üblicherweise in Situationen, die schlichtweg zum Kugeln sind !!!

Tückischerweise entpuppen sich die meist wortwörtlich umgesetzten “Tips” vom Pfarrer, der Schulfreundin, und vor allem der Stammtischbrüder als eher kontraproduktiv…….

Die Verquickung schlitzohriger Hallodris, einem pfiffig ausgeklügeltem Drehbuch, schöner oberbayerischer Landschaft, einem klasse Soundtrack, (Alp-) Träumen vom ”Jüngsten Gericht” und einer Liebesgeschichte ist hier in einer Form gelungen, wie man es lange nicht mehr gesehen hat !!

Das Ganze leicht und locker inszeniert, witzig, manchmal mit stillen, subtilen und nachdenklichen Sequenzen garniert, die den Streifen sauber abrunden.
Und a bisserl makaber, morbid & gschert darf´s auch sein…..

Sinnigerweise liegt die DVD-Veröffentlichung mit hochdeutschen Untertiteln (!) vor, damit die des bayerischen Zungenschlages nicht mächtigen Kulturkreise auch ihren Spaß haben.

Die Liste der Filmlocations erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Ergänzungshinweise für den einen oder anderen Drehort werden gerne entgegengenommen:
Falls jemand weiß, wo sich z.B. wo man das Haus der Dorstreiter´s findet, wäre ich für einen Tip sehr dankbar

Oberbiberg — “Kandler-Wirt”

Die Gaststätte Kandler in Oberbiberg ist die Kulisse für den “Kandler – Wirt”.
Die Wirtschaft gehört seit 1918 der Familie Kandler, und ist ein ursprüngliches bayerisches Landgasthaus geblieben, wie man es zztl. nur noch sehr selten findet.
Zwar wurden hier schon etliche Filme / Serienepisoden gedreht, aber erstmals trägt der Gasthof im Film seinen richtigen Namen.

Alle Szenen in und um das Gasthaus sind hier entstanden.
Oberbiberg liegt 18 km genau südlich des Münchner Stadtzentrums, rund 5 km von Deisenhofen entfernt.
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Die Rückseite frei von Bulldogs, Hasenställen, Hasenreanimationsgerätschaften und ungünstig geparktem LKW.

Die Wirtsstube frei von unheilanrichtenden Stammtischbrüdern und grünen Telefonen………
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Der Gasthof ist jeweils Sonntagmittag geöffnet.
Gegenüber der Straße findet sich eine zum Gasthof gehörende, offene Holzkegelbahn von 1905, die allein schon einen Blick wert ist.

Das Gebäude stammt aus der Mitte des 19. Jh., die Ausstattung der Wirtsstube aus dem Jahre 1923 ist bis heute unverändert.
Seit 2010 ist das Gasthaus in die Bayerische Denkmalliste eingetragen

Die Filmkarriere des Kandlerwirts begann 1973 mit einer Folge des “Kommissar”
So richtig los ging es dann 1976: In diesem Jahr drehte man hier Szenen des Pilotfilmes “Die Dienstreise” zu der später sehr erfolgreichen Krimiserie “Der Alte”.
Mit Siegfrid Lowitz und als Bösewicht Hans Brenner (in beiden Fällen: seligen Angedenkens)

In der Serie “Forsthaus Falkenau” ist das Wirtshaus ebenfalls zu sehen, es heißt hier jedoch “Zum goldenen Ochsen”

Auch der Pumuckl geisterte hier schon herum ! Schaun´s nach bei der Pumucklhomepage

Buchtip: “Der Geschichte auf der Spur” 2. Etappe von Egon Johannes Greipl

Regisseur Marcus H. Rosenmüller drehte 5 Jahre später direkt gegenüber mit “Sommer in Orange” eine weitere Komödie,
diesmal läßt er zwei Kulturen aufeinanderprallen….

Wendelstein

Der markante Gipfel des 1838 m hohen Wendelstein ist die außergewöhnlichste Location des Filmes.
Am Anfang wie am Schluß des Filmes ist der Berg aus der Hubschrauberperspektive schön ins Bild gerückt.
Der Wendelstein steht relativ exponiert, nahe an München, und es verwundert daher nicht, daß der Berg schon 1912 mit einer Zahnradbahn von Brannenburg herauf erschlossen wurde.
Nicht nur die grossartige Aussicht lockt viele Ausflügler auf den markanten Gipfel, seine ideale Lage war schon bald für den Rundfunk interessant.
So finden wir heute auf dem Gipfel etliche Gebäude des Bayerischen Rundfunks, eine Wetterstation sowie ein Observatorium.

Im Film befindet sich auf dem Wendelstein Alfreds Radiostudio.

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Am Anfang des Filmes “fängt” der Hubschrauber den LKW der Brauerei Hopf ein; (oberes Bild)
er fliegt am Wendelsteingipfel los, überquert die Spitzing-Alm (ca. Bildmitte),
läßt Fischbachau (oberhalb Bildmitte) rechts liegen, und erwischt den LKW auf der B 307, nahe der Abzweigung zum Spitzingsee;
auf dem unteren Bild rechterhand zu sehen.

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Der fiktive Eingang zu Alfreds Radiostudio ist vor diesem Gebäude des Bayerischen Rundfunks – halblinks am Fuß der Treppe;
direkt unterhalb der Satellitenschüsseln. Diese Terrasse ist nicht öffentlich zugänglich.

Wenn man sich aber vor die Mauer stellt und in westliche Richtung schaut,
fällt das gebogene Blechdach des Panoramarestaurants auf. Hier sind die Innenaufnahmen von Alfreds Radiosender entstanden.
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Das Panoramarestaurant von
innen. Nur ein kleiner Teil des Raumes wurde für Alfreds Radiosender verwendet.

Mitteralm

Wenn am Ende des Filmes Sebastian auf den Wendelstein hinaufkraxelt, dann sind die diversen Perspektiven auch tatsächlich auf dem Weg zum Gipfel hinauf entstanden – wenngleich räumlich etwas gerafft……

Wer mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein hinauffährt, und unterwegs am Bedarfshaltepunkt Mitteralm aussteigt, entdeckt dort neben einer bewirtschafteten Alm direkt an der Bahnstation auch gleich einige Drehorte in unmittelbarer Nähe.
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Praktisch direkt vor der Mitteralm diese Szene……..

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…… und nur 200m unterhalb gibt es gleich noch 2 Einstellungen:
Für dieses Bild muß man sich aber bäuchlings in ein ausgetrocknetes Bachbett legen…….

…… mit Brücke, falls es doch nass wird
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wfsilt_drehort_mitteralm_wendelstein_03_C…….. und diese Ansicht gibt es nur als zusätzliche Szene aud der DVD – “Glaube versetzt Berge”

Die folgenden Einstellungen von Sebastians Weg zum Radiosender sind dann wieder knapp unterhalb des Gebäudekomplexes
am Wendelstein entstanden:
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In der Bildmitte der Bahnhof der Zahnradbahn, die auffallende schräge Struktur, über die der Sebastian hinübersteigt, ist der Tunnel der Wendelsteinbahn direkt oberhalb der “hohen Mauer”

Auch das Wendelsteinkircherl dient einmal kurz als Hintergrund.

Eine sehr schöne Perspektive des Gipfels bekommt man auf der DVD serviert – in jener (leider) nicht verwendeten Szene, in der Sebastian den Spruch “Glaube versetzt Berge” in die Tat umzusetzen versucht.

Der Wendelstein aus dem Leitzachtal fotografiert, ca. 300 m südlich des Fischbachauer Ortsteiles Hagnberg, direkt an der B 307.
Hier sehen Sie das im Kleinbildformat 3:2 – im Film wird 2,35:1 verwendet.

Da fehlt dann unten ein bisserl etwas ( und schon ist die Straße verschwunden ) – aber es bestätigt sich eine alte Vermutung, daß sich die Freunde der filmschaffenden Zunft ungern weit von befestigten Wegen aufhalten…….. Gell ???

Ebenfalls am Fuße des Wendelstein befindet sich im Fischbachauer Ortsteil Winkl das Winklstüberl, ein Cafe mit einem ausgezeichneten Ruf.
Kein Wunder, daß diese Cafe-Institution von Sebastian bei Evis Geburtstagsparty ins Gespräch gebracht wird.

Kurz zu sehen ist auch die Wendelsteinbahn ; bei den Aufnahmen im Zug handelt es sich um einen der beiden 1990 gelieferten Doppeltriebwagen
Die kurze Außenaufnahme des Zuges entstand beim Strecken km 6,9.
An dieser Stelle fällt auch Tonis Zitat: “Wenns uns do obihaut, samma olle hi”
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Brannenburg

Die Ortschaft im Inntal südlich von Rosenheim steuert 2 Drehorte bei:

Zum einen Sebastians Schule für Innen- und Außenaufnahmen.

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Die Maria Caspar Filser Schule in der Kirchenstraße: Hier kommt Sebastian herausgerannt,
nachdem die reichlich unfeine Tafelinschrift enthüllt wurde……..

Die zweite Location ist die Kirche St. Margarethen, oberhalb von Brannenburg.
Vor der kleinen Kirche ist der Friedhof mit dem Grab von Sophie Schneider, Sebastians Mutter.

Die Straße nach St. Margarethen hinauf, kurz hinter dem Ortsschild:
Hier fährt der Schulbus entlang, während Evi gerade noch einer Ohrlapperlbeißattacke entgehen kann…….
Die Baumreihe links hinter der Straße markiert den Verlauf des 1961 stillgelegten Talabschnittes der Wendelsteinbahn, die im Film ebenfalls kurz zu sehen ist.
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wfsilt_drehort_brannenburg_st._margarethen_03_wer_früher_frueher_stirbt_ist_länger_laenger_tot_film_location_filmlocationSt. Margarethen und direkt daneben das Berggasthaus Kraxenberger

Der Friedhof mit einem schönen Blick über das Inntal.
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Das fiktive Grab von Sebastians Mutter an der Kirche St. Margarethen.

Der Treppenaufgang zum Friedhof hinauf ist in Ruhpolding gefilmt worden.

Grainbach

Der kleine Dorfplatz, an dem die Evi Sebastian nach dem verschlafenen Unterricht abfängt; bzw. Sebastian am Ende des Filmes seine Spezln trifft, ist in Grainbach am Fuße des Hochries.
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wfsilt_drehort_grainbach_11_CDirekt neben der gerade noch sichtbaren Kirche, nur 200m entfernt, ist der Gasthof Alpenrose,
ein regelmäßiger Drehort für die beliebte Krimiserie “Rosenheim Cops”

Am Anfang des Filmes überholt der Graudinger mit seinem LKW die Veronika;
diese Abzweigung ist am Ende des Filmes – wenn Sebastian live im Radio aufspielt, noch einmal zu sehen.
Die Stelle ist knapp 2 km südlich von Grainbach – die Straße führt zum Weiler Kohlgrub hinauf.
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2x oben: Blick nach Westen mit dem Wendelstein links über dem Wegweiser — unten die Ansicht nach Süden mit dem Hochries
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Grattenbach

Der unmittelbare Abschluß des Filmes; Sebastian und Spezln springen neben einem Wasserfall ins Wasser,
ist an einem kleinen, gut versteckten Wasserfall bei Grattenbach gedreht worden.

Grattenbach ist eine Ansammlung von einem halben Dutzend Häusern an der Straße von Aschau nach Sachrang. Wenn man von der Bushaltestelle gut 100m Richtung Aschau läuft, überquert die Straße den vom Zinnenberg herabfließenden Weißenbach.

Von dort sind es noch 10m bachaufwärts, und man steht vor dem Wasserfall. Allerdings gibt es keinen festen Weg, nur Trampelpfade beiderseits des Baches. Wer sich das aus der Vogelperspektive ansehen will, geht rechts vom Bach — wer die genaue Filmperspektive haben will, nimmt die linke Seite. Griffiges Schuhwerk ist anzuraten, man muß einige Meter an einem Hang entlangkraxeln, und es gibt nur einige freiliegende Wurzeln als Geländerersatz.

wfsilt_drehort_grattenbach_26_wer_früher_frueher_stirbt_ist_länger_laenger_tot_film_location_filmlocation_17-3-2007.jpgDer Wasserfall hat im Laufe der Zeit eine kleine Gumpe ausgewaschen, die tief genug ist, um hineinzuspringen.
Das Wasser ist klar, sauber und …… saukoid

Kleinhartpenning

Der “Danninger Weiher” im Film ist der Hackensee beim Weiler Kleinhartpenning, rund 6 km südwestlich von Holzkirchen.

Wenn man die Forststraße von Kleinhartpenning herunterkommt, trifft man direkt auf die Location.
Rechts überquert eine Holzbrücke den Abfluß aus ca. 10 ha kleinen Moorsee (!)
Diesen Steg sehen wir auch ein paarmal kurz im Film:
z.B. wenn Alfred sein dienstunwilliges Fahrrad wutentbrannt ins Wasser schmeißt.
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Der Holzsteg, auf dem sich Lorenz und Veronika näherkommen, ist gleich daneben.

Auch an der Hütte links in Bild ist eine kurze Einstellung entstanden: hier kassiert Sebastian ein Busserl von der Evi.
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Zwecks Abwehr der Moorleichengefahr entstanden die Aufnahmen bei Tageslicht und extraschmaler Mondsichel
am Tag nach Neumond. Sicher ist sicher…….   :-))

München

Auf der Suche nach einem Ersatz der Gitarre fährt Sebastian in die bayerische Landeshauptstadt.

Zwei kurze Einstellungen zeigen ihn im Hauptbahnhof, Haupthalle ………
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…….und danach vor bzw. in 3 Musikgeschäften:  Zuerst 2x vor sowie im Lindberg in der Sonnenstraße 15, südlich des Stachus. 

Der Gitarrenklau selber findet dann im Musikgeschäft Rauscher, Tal 36, (Außenaufnahmen) sowie bei
Manhattan Music, Rosenheimer Straße 85, für die Innenaufnahmen statt
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Tal 36, — Leider ist das traditionsreiche Geschäft Mitte 2008 umgezogen – und nun raten Sie mal, was dann in dieser relativ begehrten Lage nahe des Marienplatzes eingezogen ist:
Der 17. Häändüüdandler im Umkreis von 400m ?
Der 45. Coffeeshop im Umkreis von 400m ?
Der 84. Backwarenfilialist im Umkreis von 400m ?
Der 96. Modetrödel (pardon: -accessoires) Shop im …
… na, sie wissen schon.
Rien ne va plus !! Es ist….. ein Handyladen. Wie originell. Der 4. innerhalb von 100 Metern nur auf dieser Straßenseite.
Und da ist der Apple-Shop noch gar nicht mitgezählt……..

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Manhattan Music

Eine der nicht verwendeten Szenen, die wir auf der DVD finden, zeigt die Evi auf dem über die Isar führenden Kabelsteg zum südlichen Ende der Praterinsel – im Hintergrund die Kirche St. Lukas.

Garching

Die selbstständige Gemeinde grenzt direkt nördlich an München, und ist mit der U-Bahn erreichbar.

Sebastians Alpträume, in denen ein recht groteskes “Jüngstes Gericht” auch Einfluß auf sein reales Leben nimmt, ist eines der witzigsten Elemente in “Wer früher stirbt, ist länger tot”

wfsilt_drehort_garching_13_jüngste_jüngstes_gericht_wer_früher_frueher_stirbt_ist_länger_laenger_tot_film_location_filmlocation_25-3-2007An der Südostecke von Garching, direkt neben dem Werner-Heisenberg-Gymnasium,
steht auf dem Gelände des Überreiterhofes ein Holzsilo, in dessen Inneren das “Jüngste Gericht” auf recht eigenwillige Weise Recht und Gerechtigkeit walten ließ. Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig.

Wenn man die Mühlgasse entlang in die Isarauen hinausläuft, kann man direkt vom Weg aus einen Blick auf die Location werfen.
Und wer nach dem 10-Minuten-Marsch ab Ortszentrum erschöpft herniedersinkt, findet gleich nebenan einen Biergarten…….  Prost !

Piesenkam

Der Weiler Piesenkam ist ein Ortsteil von Waakirchen.

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Etwa 200m südlich der Kirche finden wir die Wiese mit der rasenden Oma ( zugleich das Plakatmotiv )
Entgegen der überwiegenden Praxis, mit Weitwinkelobjektiven zu arbeiten, ist der obige Blick in das Tegernseer Tal hinein mit einem Teleobjektiv aufgenommen.

Oberhalb dieser Wiese steht das private Wohnhaus, auf dessen Veranda Evi´s Geburtstagsparty stattfindet, und Sebastian die gar erschröckliche Saga vom Danninger Weiher zum Besten gibt……..
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Geradewegs unter dem Haus steht dann auf dem Feldweg kurz vor dem auffallenden Rechtsknick der Sanka, mit dem Oma Kramer erst einmal abgeholt wurde.
Etwas besser ist das ganze bei den entfallenen Szenen auf der DVD zu sehen (unten)
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Der Heustadl, in dem Oma Kramers unfreiwilliger Ausflug endet, war in der Außenansicht eine reine Kulisse, sie stand nur wenige Meter entfernt in der Wiese.

Oberaudorf

Im Krankenhaus von Oberaudorf wacht Sebastian nach seinem unfreiwilligen Schlafmitteltrunk wieder auf.

Ruhpolding

Am Fuß der Treppe zum Friedhof hinauf hängt eine schöne holzgeschnitzte Marienstatue an einem Baum.
Die Stelle sehen wir mehrmals im Film; einmal z.B. rumpelt Sebastian hier beinahe mit der Veronika zusammen,
ein andermal schickt er hier seine 2 – laut Jüngstem Gericht nutzlosen – “Gegrüßest seist Du, Maria” gen Himmel.

Gedreht wurde das in Ruhpolding, im Schatten der Kirche St. Georg — was Sie im Winter übrigens wörtlich nehmen dürfen.

( Der Friedhof im Film selber ist jedoch in Brannenburg )
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Wer sich an dieser Stelle umdreht, erkennt gleich die Kulisse hinter Veronika:
“Hast Du keine Augen im Kopf – siehst Du denn nicht, daß ich von oben komme ??”
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Wenn der zwischen den Diesseits und Jenseits schwebende Sebastian am Ende des Filmes von den Perchten durch ein Waldstück verfolgt wird, sehen wir den Märchenwald; etwa 4 km südwestlich von Ruhpolding, nahe dem Weiler Brand.
Bitte nicht mit dem 1 km entfernten Märchenpark verwechseln, das ist einer dieser Vergnügungsparks für die Butzerln……

Der etwa 4 ha große Märchenwald entstand im 13. Jahrhundert als Folge eines Bergsturzes. Teilweise knapp hausgroße Felsblöcke stürzten ins Tal und blieben wild durcheinander liegen; nachdem die Natur das Gelände zurückerobert hat, blieb ein pittoreskes Schauspiel in der Landschaft liegen.
Ein Wanderweg führt quer durch das Gelände, zudem gibt es einen kleinen Rundweg, der aber etwas Trittsicherheit verlangt. Und dann noch jede Menge wilder Trampelpfade, die aber mit Vorsicht zu genießen sind; in dem wild hingeworfenen Schutthaufen gibt es immer noch zahllose Hohlräume……

Gedreht wurde an der Südseite, nahe der Straße nach Gruttau.
Die einzelnen Stellen liegen allesamt nur einige Meter voneinander entfernt.
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Ganz unten jene Stelle, an der Sebastian den “Notausstieg” findet.
Der vergrabene Scheinwerfer ist durch das hinterlassene Loch noch gut zu finden – und freundlicherweise liegt die auffallend gebogene Baumwurzel immer noch an Ort und Stelle.
Wenngleich ich das schwere Trumm erst mal in Position gedreht habe…….

meine komplette „Wer früher stirbt..“ Filmlocationseite

GPS-Positionsdaten, auch zu diesem Film !

Übersicht aller meiner Filmseiten / Drehortguides auf WordPress

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