Ostwind – Aufbruch nach Ora — Andalusien

Der dritte Teil der Ostwind-Saga spielt überwiegend im Süden Spaniens; bereits aus früheren Verfilmungen bekannte Locations kommen diesmal eher kurz vor.

Am 23. 9. 2016 starteten sie Dreharbeiten zu Ostwind 3 im Süden Spaniens, an folgenden Drehorten:

Magazon

Mika und Ostwind werden von Milan “mal kurz” an das Meer gefahren. 
Nach rund 2600 km kommen sie am Torre del Loro nahe Mazagon an, wo sich Mika & Ostwind verabschieden, um Ora zu suchen.
( ab 0:15:45 )

0:15:45
0:15:47
0:15:57

Der Drehort ist am kürzesten durch einen Campingplatz zu erreichen, kostet zwar eine kleine Zugangsgebühr, ist aber komfortabel.
Ein öffentlicher Zugang ist erst wieder knapp 2 km entfernt.

Sanlucar de Barrameda

Nach einer lustigen & Smartphonemordenden Seefahrt gehen Mika und Ostwind in Sanlucar de Barrameda wieder an Land. Sie benutzen dabei ein anderes Schiff als in den vorhergehenden Einstellungen – diesmal die Fähre über den Guadalquivir.
( ab 0:19:15 )

0:19:19
0:19:15

El Rocio

Vor der Kirche “Ermita de Nuestra Senora del Rocio” trifft Mika auf einen anfangs etwas rätselhaften Einheimischen, der jedoch Ora kennt & im späteren Verlauf des Filmes noch eine wichtige Rolle spielt ….
( ab 0:21:30 )

Auch die Teilnehmer- / Eintrittskarten für das Rennen von Ora werden ab 1:12:40 hier verkauft.

0:21:37  Ich bin bei meinem Drehortbesuch ahnungslos in ein lokales Großereignis hineingeraten.
Eine Stunde Stau bei der Rückfahrt inclusive.
0:22:00
0:22:50
Die aus ehemaligen Eisenbahnschwellen gezimmerte Reitertheke steht tatsächlich vor einem Wirtshaus.
Leider ist die Plaza de Donana oft nicht so übersichtlich aufgeräumt wie im Film.
Das kann einem bei diesem beliebten Wallfahrtsort / Wochenendziel öfter passieren; das hübsche Ortszentrum ist mit Lokalen, Andenkenläden / – buden vollgestellt und vor allem exzessiv zugeparkt.
Von der das Ortszentrum nur vage tangierenden ehemaligen Hauptstrasse abgesehen, sind alle Straßen und Wege reine Sandpisten !
0:23:23

Hacienda Buena Suerte

Von Anfang an arbeitete die Ostwind–Produktion mit Kenzie Dysli zusammen;
jetzt gab es sozusagen den Gegenbesuch auf deren Hacienda in Andalusien, wo man einige Außenaufnahmen auf dem Hof der Hacienda drehte.

Etliche Drehorte sind Privatgelände — daher erst einmal eine Außenansicht des Einfahrtstores.
( 0:24:15 )

Kenzie selber ist in einigen Einstellungen teils sogar ganz prominent zu sehen.

Die Landschaftsansichten der Hacienda sind jedoch woanders gedreht, nämlich um….

Ortegicar

Hier findet man die Filmlocation für weitere Außenaufnahmen auf dem Hof — sowie alle Szenen im näheren Umkreis der Hacienda; inclusive des Rennens von Ora.
Der 18,6 m hohe Turm ist der zentrale Punkt eines aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammenden maurischen Gebäudekomplexes.

Auch dies ist ausschließlich Privatgelände; zumindest führt der öffentliche Fahrweg direkt an der Hacienda vorbei. Dort traf ich die Besitzerin, die mir auf dem Gelände Fotos erlaubte; dafür im Nachhinein noch ein herzliches “Dankeschön”
Direkt auf dem Innenhof jedoch wollte sie keine Aufnahmen – das war Ihr dann verständlicherweise zu privat.

0:24:34
Das Rennpublikum strömt herbei ….
….. und setzt sich auf die Tribüne.
Diese ist ein Filmrequisit, und besteht nicht aus massiven Steinquadern, sondern aus Drahtkörben, die man mit Mörtel ummantelt & farblich nachbehandelt hat.
Die Wiese mit der Start- & Zielgeraden …..  ( 1:07:38 )
….. und hier kommt Sam (ohne -antha) auf einem Esel angeritten ( 1:08:55 )
Blickrichtung auf die Rennstrecke (wie 1:23:14)
etwa 200-300m hinter der Wiese ist ein Hangstück …
…. an dem jene Szene am “Ende des Zaunes” ab 0:36:05 gedreht wurde, in der Ostwind zuerst scheut – dann aber entdecken die beiden die Quelle von Ora.
Weit den Hang hinauf sind die Reitszenen entstanden ….
…. in der Mika & Sam von ihrem Ausflug an die Quelle zurückkehren. ( ab 0:42:30 )

Eine weitere Stelle, an der Rennszenen gedreht wurden, ist etwa 1 km östlich der Hacienda direkt an einem Fahrweg; dies ist jedoch eine andere Liegenschaft — und an der Brücke über den Rio Guadalteba steht das unvermeidliche “Prohibido el Paso / Propiedad Privada”-Schild

Etwa 5 km westlich, direkt unterhalb der Straße nach Canete la Real, entstand eine kurze spätabendliche Einstellung von Mika & Ostwind auf dem Weg nach Ora bei 0:21:13 
(Ortegicar ist knapp links außerhalb des Bildes)

Cueva del Gato

Vor dem Eingang zur “Katzenhöhle” liegt ein kleiner Weiher – die geheimnisvolle Quelle von Ora !
Der bezaubernde Drehort bei Ronda wird von Mika und Ostwind auch gleich

für ein ausgiebiges Bad genutzt.

Ganz so beschaulich wie im Film geht es hier üblicherweise nicht zu:
Der Weiher ist in diesem mit natürlichen Bademöglichkeiten eher rar bestückten Landstrich ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen – und das relativ kleine Gelände ist an Wochenenden & in den spanischen Ferien ziemlich überlaufen.
Der Weiher liegt am Fuße einer steilen Felswand, daher verschwindet auch im Hochsommer schon gegen 18:00 die Sonne; und weil es dann spürbar frischer wird, rücken auch die Badegäste bald ab.
Nach Einbruch der Dunkelheit kommen dann Schwärme von Fledermäusen aus der Höhle & gehen in der Umgebung auf Insektenjagd.

Mika winkt aufgeregt mit der eben entdeckten Distel ……
…. was Sam trocken mit einem “Für mich ? Das wäre doch nicht nötig gewesen” kommentiert.
Mika & Sam werden bedroht — 0:39:10
Das schönste Licht ist am späten Nachmittag; auch unter der Woche sind etliche Badegäste unterwegs, daher ist Geduld gefragt, den Weiher ohne Personen auf den Chip zu bannen.
Ohne “Waterflow”-Flatterband wie bei Mikas erstmaliger Ankunft bei 0:37:02
Die Höhlenöffnung ist 17m breit und 23m hoch, der Hauptstrang hat 4 km weiter nördlich in der Cueva de Hundidero seinen Eingang.
Teile des insgesamt rund 8 km langen Gangsystemes der Höhle liegen unter Wasser und es existieren 2 Dutzend unterirdische Seen.

Die Höhle darf nicht betreten werden, es gibt jedoch nur 5 km südlich mit der Cueva de la Pileta eine sehenswerte Schauhöhle.

Nur einen Kilometer nordwestlich liegt das kleine Dorf…..

Montejaque

…. dessen Zufahrt aus Norden in einer kurzen Einstellung bei 0:15:22 verwendet wurde.
Und als Hintergrund in einer kurzen Einstellung von Mika & Ostwind auf dem Weg von der Kirche nach Ora zu sehen ist. ( 0:21:05 )
Mika passiert die beiden Ansichten bei 0:21:19 & 0:21:22, beide vom selben Standpunkt, jedoch mit unterschiedlichen Brennweiten aufgenommen.

Auf einem steinigen, für öffentlichen Verkehr gesperrten Fahrweg geht es
 ca. 8 km in südwestlicher Richtung zum ….

Llanos de Libar

…. dem beeindruckenden Tal der Wildpferde !
Eine tolle Landschaft & Unmengen abenteuerlich krumm gewachsener Eichen

0:01:45
Ostwind wird ab 1:32:15 in die Freiheit entlassen  ( auch 1:14:07 )
Mika zieht ohne Ostwind von dannen  ( 1:34:38 )
Entschuldigung, aber bei diesem Bild fällt mir eine Scherzfrage ein:
Was ist ein Cowboy, der sein Pferd verloren hat ?? Ein Sattelschlepper …..

Der offizielle Wanderweg führt am Nordwestrand des langgestreckten Talbodens entlang; für den ”Ostwind”-Touristen ist eigentlich der südöstliche Fahrweg interessanter, jedoch ist das Privatgelände (?). 
Weitere Szenen entstanden noch ein kurzes Stück das Tal hinein in der unmittelbaren Umgebung eines kleinen, hübschen & gut versteckten Bauernhofes, jedoch endete meine Exkursion vor einem verschlossenen Tor – denn genau dieser hintere Teil des Tales ist mit einer brusthohen Trockensteinmauer mit aufgesetztem Zaun unpassierbar abgetrennt. 
Die wenigen Durchlässen sind mit entsprechenden “Betreten verboten”-Schildern geschmückt….

Originalwebsite mit Landkarten

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Wickie auf großer Fahrt – Niedernach

Hier drehte man die allererste Szene des Filmes, wie die Wikinger an Land gehen.

Am späten Nachmittag des 11. 9. verließ die Freya ihren Liegeplatz in “Flake” und lief mit Filmausrüstung beladen aus.
Begleitet von Booten der Wasserwacht ging es an der einzigen Insel des Walchensees – Sassau – vorbei bis zum Südufer.
Suchbild: Hier ist ein Wikingerboot versteckt…..
leider hatte ich kein längeres Objektiv dabei….
Etwa 1 km westlich von Niedernach blieb das Boot dann im ufernahen Bereich liegen.
Vom Wikingermarkt in Walchensee konnte man später den Einsatz einer Rauchmaschine, nach Einbruch der Dunkelheit noch eine Weile Scheinwerfer beobachten.

Das ist die Stelle, an der Wickie versucht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten….

Der Drehort läßt sich leicht finden; an der mautpflichtigen Privatstraße, die am Südufer entlangführt, gleich bei der Kilometermarkierung 3,0

Wickie auf grosser Fahrt – Burghausen

In der Burg, seit 1779 unmittelbar an der Grenze zu Österreich, entstanden viele Szenen auf Sven´s Burg. Gedreht wurde ab 5. November 2010 im Pulverturm, ab 10. November 4 Tage in der Hauptburg.

Sie ist mit 1051,02m und 6 Innenhöfen die längste Burg der Welt, und in dieser “Disziplin” offiziell im Guiness Buch der Rekorde verzeichnet.

Ein Drehort war im Erdgeschoss des Palas, in den Gewölben des Zehrgadens.
Hier erfand Faxe den Domino-Day.
Halvar: “ Mir nach, Männer !” Wickie: “Aber das ist die falsche Richtung !” —
Halvar: “Papperlapapp, ich bin der Chef !” – Ulme: “Wir sitzen in der Falle” – Tjure: “Mal wieder” –
Halvar: “ Männer von Flake ! ….. Wir sind leider aufgeschmissen”
“Die Gaukler sind da !” Hier am Tor der Hauptburg erschleicht sich die Wikingertruppe unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Einlaß in die Burg.
Hinter dem Tor bekommt die verkleidete Wikingertruppe den freundlichen Hinweis: “Zum Gaukeln zweiter Hof links…”
Dieselbe Stelle – anderer Film, aber nicht weniger amüsant – hier bekommt D´Artagnan in der 2011er Version der “3 Musketiere” einen Strafzettel aufgebrummt
Eine Etage tiefer: Auch der Halsgraben direkt vor dem Eingang zur Hauptburg diente als Filmlocation. Diese Stelle beim ersten Befreiungsversuch aus dem Verlies mit Wickie und einem Esel zu sehen. 
Wobei das kritische Bremsverhalten des Grautieres fatal an die Münchner S-Bahn im Herbst erinnert. :-))
Der Burghof ist nur einmal kurz bei der Ankunft der “Gaukler” zu sehen.
Er doubelte schon in “Die drei Musketiere” einen Pariser Marktplatz des 17. Jh. 
Aramis, Athos, Porthos, & D´Artagnan: Vergeßt Richelieu ! Jetzt kommt die wahre Bedrohung ! Sven….. !!
… dessen ganzes Bösewicht – Arsenal schon parat liegt.
Flagge zeigen ! Dachte sich auch die Truppe im Catering – Truck
Der 1533 erstmals erwähnte Pulverturm während der Dreharbeiten;
dank der 5m dicken Mauern im unteren Bereich bleiben trotz 18m Durchmesser in Inneren nur noch 8m übrig.
Ein Teil der Szenen in Sven´s Residenz wie das Schlafgemach sind hier drinnen am 5. / 6. 11. 2010 entstanden. 
Man muß sich die sarkastische Doppeldeutigkeit mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein massives, wohlweislich etwas abseits gelegenes Gebäude mit passendem Namen zur Aufnahme von gefährlichem, höchst explosivem Inhalt; und was steckt drin ? Sven !

Schon in der Jungsteinzeit war der Burgberg besiedelt, und bereits im 1./ 2. Jh. vor Christus existierte hier eine keltische Abschnittsbefestigung. Erste Ausbauten zu einer klassischen Burganlage erfolgten im späten 11. Jh.
Nach der ersten bayerischen Landesteilung 1255 folgte unter Herzog Heinrich XIII. ein kompletter Neubau als Zweitresidenz, aus dieser Zeit stammt die älteste erhaltene Bausubstanz in der Hauptburg.
Die endgültige Ausdehnung war 1387 erreicht, und das weitgehend heutige Aussehen der Burg um 1490.
Wichtigster Bauherr jener Zeit war Herzog Georg der Reiche (“Landshuter Fürstenhochzeit”)

Die vollständig erhaltene Altstadt von Burghausen mit der darüber thronenden Burg – ein sehenswertes Ensemble
Die Hauptburg am südlichen Ende des Bergrückens, fotografiert vom österreichischen Ufer
Die Westseite der Burganlage in ganzer Länge; davor der Pulverturm auf der flacheren Landzunge des Eggenberges.
Dieser Buckel ist Teil einer trockengefallenen Salzachschleife, die auch den Burgberg vormals vollständig umfloß.
Der Wöhrsee ist das letzte Relikt des früheren Flußverlaufes.

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Wickie auf grosser Fahrt – Deisenhofen


Ab 14. 9. 2010 drehte man für ca. eine Woche im Deisenhofener Forst, u.a. beim Klettergarten.
Hier kommen die Wikinger gleich am Anfang des Filmes einigen Rittern in die Quere (oder umgekehrt…).

“Zu wem gehört das kleine Mädchen da ?” — “Ich bin kein Mädchen” — “ Schnauze !”

Hier lagert eine Schar Ritter …
…. beobachtet von den Wikingern ….
… und hier bekommen die Pferde einen Klaps aufs Hinterteil ( sozusagen der Turbobooster der Wikingerzeit…)

Als Gustostückerl wird dem Kinogänger hier ein Anschlußfehler serviert: 
Ein Ritter nimmt Wickie den Helm ab, und bekommt dafür von Halvar ordentlich eins auf die Glocke…. 
Der Ritter fällt daraufhin rückwärts um – und Wickie hat in der nächsten Einstellung

seinen Helm wieder auf.

Die unmittelbare Umgebung der Location ist geschichtsträchtiger Boden: Neben einer Römerstrasse
(Via Julia) finden sich hier auffallend viele Keltenschanzen.

Jeweils wenige Wochen nach “Wickie” gedreht & gestartet: 
Auch in “Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel” ist diese Stelle – diesmal tief verschneit – zu sehen. 

Hier steht Niklas Julebukk´s Wohnwagen nach erzwungenem Umzug gut versteckt im Wald….

 Und die sonstige Nachbarschaft ist auch nicht ohne – in Oberbiberg steht das Gasthaus Kandler, das in der bayerischen Kultkomödie “Wer früher stirbt, ist länger tot” eine zentrale Rolle spielt – selbst der Pumuckl geisterte hier schon herum…
Regisseur Marcus H. Rosenmüller drehte 5 Jahre später direkt gegenüber mit “Sommer in Orange” eine weitere Komödie, diesmal läßt er zwei Kulturen aufeinanderprallen….

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Wickie auf großer Fahrt – Malta

Auch in “Wickie auf grosser Fahrt” werden die Szenen auf See wieder in den
Mediterranean Film Studios gedreht.
Die Spezialität dieses Studios ist ein 122 x 92 Meter großes und knapp 2m tiefes Wasserbecken, in dem man Szenen “auf hoher See” trockenen Fußes drehen kann.

Das Becken liegt auf einer Geländestufe direkt am Meer, und hat vollständig geflutet seeseitig keine sichtbare Einfassung, der Blick geht optisch nahtlos ins offene Meer über.

Noch im Mai 2010 lag der in Malta verblieben Rumpf des ersten Wickie-Filmes im Studiogelände, und für die Dreharbeiten des zweiten Filmes ist ein weiterer Rumpf gebaut worden.

Die Studios sind offiziell nicht zu besichtigen, aber an diesem Tag herrschte Ruhe auf dem Gelände, und ein freundlicher Mitarbeiter begleitete mich zu einem gaaaanz kurzen Besuch, um schnell ein Bild zu machen.
Von der Straße kann man einen Blick auf die Wasserbecken werfen; 
direkt davor waren im Oktober 2011 noch die Fake-Felsen aus der Schlucht des Odin eingelagert.
( Diese Pappmachefelsen stellen keine wirkliche Gefahr für die Schiffahrt dar – echte Felsen hingegen schon, wie die “Costa Concordia”, die hier zufälligerweise durchs Bild fuhr, wenige Monate nach diesem Foto am eigenen Rumpfe schmerzlich erfahren mußte… )
Die Buslinie 3 nach Ix-Xghajra fährt halbstündlich zum Fort Rinella, direkt am Studiogelände.
Das Fort ist zu besichtigen, es beherbergt die größte jemals gebaute Vorderladerkanone, die “Armstrong 100 to Gun” mit einem Kaliber von 43cm.
Direkt neben dem Geschütz liegt eine Aussichtsplattform, von der man einen guten Einblick in das Studiogelände hat; hier auf das entleerte Hauptbecken…..
…. und auf diverse eingelagerte Wasserfahrzeuge (Mai 2012)

Auf Malta wurde den ganzen Oktober 2010 im Studio gedreht, zum Abschluß kam die Begegnung mit den Walküren im Bereich der Golden Bay und der Anchor Bay hinzu.

Das Team logierte wie im ersten Teil im “Excelsior”

Ghajn Tuffieha Bay

In der Nordwestecke von Malta findet ein Teil der Begegnung mit den Walküren statt; 
denn hier in der Ghajn Tuffieha Bay gehen die Wikinger an Land. 
Zusammen mit der unmittelbar benachbarten Golden Bay einer der beliebtesten Badeplätze in Malta. 
Der feine und breite Sandstrand ist bei der zu 97,5% felsigen Küste der Mittelmeerinsel eine rare Ausnahme.

Hier treibt ein Faß in den Wellen…..
… und hier gehen die Wikinger Snorre´s Fußtappern nach.
Das wäre doch schon wieder eine schöne Gelegenheit für Ulme´s Gesangskünste – “Deine Spuren im Sand….”
Heutzutage findet man hier keine Walküren mehr – die sind allesamt in das
Vergnügungsviertel um San Giljan umgezogen
“Wir wurden leider geblitzt…”
Witzigerweise schwappte bei meinem Besuch im Oktober 2011 schon wieder ein Faß in der anrollenden Dünung
hin und her: Hier war ein Schiffbruch – Set für “Sinbad“ aufgebaut.

Mein Lieblingszitat an dieser Stelle steuert Tjure bei:
“Viel Sport und kein Fleisch – den Trick muß ich meiner Frau verraten”

Busverbindung: 23 ab Valletta (halbstündlich), 101/102 ab Circewwa & Mellieha (stündlich)
Haltestelle “Riviera”

Anchor Bay / Popeye Village

Wenn die Wikinger von den Walküren beinahe von der Klippe gestoßen werden, ist das in Sichtweite des “Popeye Village” an der Anchor Bay gedreht worden. 
Eine Horde angriffslustiger Walküren…..
… und wenn man sich hier nur umdreht, sieht man das pittoresk in einen Klippenabbruch hineingebaute Sweethaven.


“Popeye” war 1980 ein frühes Beispiel für eine Realverfilmung einer Comicfigur
mit Robin Williams – seligen Angedenkens – in der Hauptrolle . Geblieben ist das Filmdorf “Sweethaven”, daß man als Touristenattraktion stehenließ und besichtigt werden kann.
Ein Gebäude des Komplexes am Kassenhäuschen beherbergte während der “Wickie” Verfilmung Kostüm und Maske, wie mir die sehr freundliche & hilfsbereite Crew des Filmdorfes (Popeye himself inclusive) mitteilte.

Vom der Mellieha Bay gibt einen Kleinbus, der halbstündlich hin- und herfährt;
oder etwa 15 Minuten zu Fuß.

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Wickie auf grosser Fahrt – Flake

Zwar ist Flake mit 7 Häusern im Vergleich zum Set von “Wickie und die starken Männer” um 3 Gebäude geschrumpft; aber das Wikingerdorf ist kompakter zusammengestellt, und um etliches detaillierter;
 m. E. absolut nicht zum Nachteil !

Die Dreharbeiten in Flake dauerten vom 31. 8. bis zum 12. 9. 2010,
inclusive eines Nachtdrehs vom 3. auf den 4. 9.

Am 165. Geburtstag des “Kini”; und dem 80. von Sean Connery zeigte sich das Filmdorf fast fertig. Der Bauzaun war verschwunden, der Weg durch einen Rollrasen abgedeckt, der zudem noch eifrig gewässert wurde.
Vermutlich das einzige Rasenstück Mitteleuropas, das im “Sommer” 2010 künstlich bewässert wurde……
Sogar ein Gemüsebeet hat man hinter Ylvi´s Häuschen (“Fischerhütte”) angelegt – und das Grünzeug ist echt !
Vor dem Häuserl steht ein kleiner Apfelbaum.
Rechts der Geißenstall, auch die Gerberei nimmt langsam ihre endgültigen Konturen an…

…. dasselbe gilt für den Schafstall
Ylvis Wohnung
Für die Dauer der Dreharbeiten blieb der temporär renaturierte Weg durch das Filmset gesperrt.
Bei sperrigen Fahrzeugen; bzw. bei großem “Verkehrsaufkommen” wie am Schönwetterwochenende 11./12.9. wurde in Drehpausen kurz der Durchgang geöffnet.
Entlang des Baches auf der Nordseite wird ein Zaun errichtet.
Das kleine Boot im Vordergrund kennt man aus dem ersten Film: “Käpt´n, würden sie ein bitte noch ein Stückchen zu mir ranrücken?”–”Suchst Du Streit?”–”Nein, ich komm´ sonst nicht mit den Rudern ins Wasser”
29. 8. 2010 — 2 Tage vor Beginn der Dreharbeiten
Da war der Rasen noch grün….
Bereichert hat man das Set mit etlichen Tieren, die von einem eigenen Betreuer versorgt wurden:
Hier die 5 Schafe – “Walliser Schwarznasen” eine aus dem Oberwallis stammende alte Rasse,

die schon seit dem 15.Jh bekannt ist.
Und mit ihren gedrehten Hörnern recht originell anzusehen sind.
Gegenüber zogen 5 Geißen ein, im Eck hinter Halvars Haus standen 6 Highland – Cattle Rinder, eine Reihe Hühner vervollständigten den Flake – Zoo.

Freiwillige Verstärkung kam in Form der ortsansässigen Enten, die ungeniert selbst während der Dreharbeiten zwischen den gut 100 Leuten herumwatschelten, und gerne an einem aufgeplatzten Getreidesack an der “Gerberei” naschten. 
O-Zitat eines Beleuchters: “Natürliche Feinde haben die hier wohl keine…??”

Unvergeßlich eine Szene am Steg: ( Klappe ) – kurze Anweisung von Regisseur Christian Ditter an Jonas Hämmerle — – “Achtung – Und bitte !” …. QUAAK — QUAAK — QUAAK — QUAAK — QUAAK … mit den Schwanzfedern wackelnd paddelte das Federtier sehr zufrieden mit sich selbst von dannen….

Die Freya mit dem Gipfelpaar Fahrenberg ( 1627m,links ) und Herzogstand ( 1731m, rechts )
Am Wochenende zwischen den beiden Drehwochen konnte das Set besichtigt werden.

Am ersten Drehtag und in der Nacht zuvor schüttete es in Strömen, das Set war völlig aufgeweicht, und das gesamte Team versank bis unter die Knöchel im Baaz — absolut schauderhafte Bedingungen selbst für alte Hasen des Gewerbes.
Mit Unmengen Stroh wurde versucht, den Dorfplatz halbwegs begehbar zu halten.
 Sogar der Schafstall wurde temporär als Unterstand genutzt.
Aber nach dem traumhaften Finale am Wochenende 11. / 12. 9. nahmen´s alle Beteiligten wieder mitHumor;  jedenfalls ging dieser 31. 8. 2010 als die “Schlammschlacht von Flake” in die Filmgeschichte ein 

Noch waren die Reste des Nachtdrehs vom 3. / 4. 9. zu bewundern ( Drehschluß: 3:00 Uhr )
Blick vom Herzogstand mit der Freya in der Bucht vor Flake; der markante Gipfel ist der 2195m hohe Guffert.

Wikingerexperte Burghard Pieske lobte die Standortwahl des Filmsets:
Wenn die Wikinger zum Walchensee gekommen wären, hätten sie sich vermutlich dort angesiedelt.
Die von 3 Seiten geschützte Lage, zudem am Ende einer Bucht, das flach auslaufende Ufer, der Bach, sowie Weiden für das Vieh in der unmittelbaren Nähe.

Der Drehort für den Spielfilm “Die Wikinger” vom 1958 und der Serie “Tales of the Vikings” von 1959/60 war ganz rechts an der Stelle, wo die Uferlinie hinter dem Bergrücken verschwindet.

Im Umfeld der Dreharbeiten zu “Wickie” erwähnt man gerne, daß hier bereits für den Film “Die Wikinger” mit Tony Curtis, Kirk Douglas und Janet Leigh einige Einstellungen gedreht wurden – z.B. unmittelbar zu Beginn des Filmes.
Leider sind das keine Szenen, die eindeutig nach Walchensee aussehen.

 Die Aufnahmen mit dem Wikingerdorf entstanden damals alle im norwegischen Hardangerfjord, die am Ende des Filmes gestürmte Burg ist das Fort La Latte nahe Plevenon in der Bretagne.
In Norwegen mußte man sich während der Dreharbeiten mit einer anhaltenden Schlechtwetterphase und zuletzt einem Streik der Komparsen herumärgern, so zog man kurzerhand zum Walchensee um.
Die Innenaufnahmen für diesen Film sind in Geiselgasteig entstanden, da war man eh vor Ort…

Die Serie “Tales of the Vikings” u.a. mit Christopher Lee, Lex Barker u.v.a. ist 1959/60 vollständig hier entstanden; vom Walchensee nach Isengard (bzw. den Pueblos der Apachen) ist es folglich nicht weit…..  🙂
Diese Serie war der direkte TV-Nachfolger des erfolgreichen 1958er Filmes, heutzutage würde man das als Spin-off bezeichnen.
Man verwendete sogar Kostüme & Ausstattung wie die 3 Boote hier gleich weiter.

Heute ist die Stelle völlig zugewachsen, aber ein beliebter Spot für die Kite-Surfer …
Die Fischerhütte …
… und Halvars Haus
Schon 6 Tage nach Drehschluß war der Schafstall das einzige Gebäude, daß noch stand.
Die 5 aus Walchensee ausgeliehenen Hütten waren wieder zurücktransportiert worden…..
…. während man hier die Reste von Halvars Haus auflädt.
Sic transit gloria mundi
Ende Oktober waren ruhigere Zeiten eingekehrt – und härtere für die Enten …
… die im Dezember allesamt auf die andere Seeseite gewechselt waren.

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Wickie – Wikingerboot

Wickie und die starken Männer

Das Wikingerboot aus “Wickie und die starken Männer” ist ein historisierender Nachbau, der sich an realen Vorbildern orientiert; natürlich hat man sich viel künstlerische Freiheit gegönnt, um die Optik an die Zeichentrickserie anzupassen; die gesamten Proportionen, der Drachenkopf sowie das schon zum Klischee gewordene rot-weiß gestreifte Segel.

Die Segel der Wikingerboote waren aus einzelnen Stoffbahnen zusammengenäht, und zeigten tatsächlich meist ein gestreiftes Muster – wobei man aber verschiedene Kombinationen benutzte.
Die sehr frühen Schiffe waren noch reine Ruderboote, erst um das 7. Jh entwickelten sich die Segelboote.
Den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreichten diese Schiffe im 11. Jh – für die damalige Zeit absolute High-Tech Fahrzeuge, raffinierte und durchdachte Bauweise, alltagstauglich, und doch grazil mit unnachahmlich eleganter Linienführung.

Die Wikinger entwickelten eine Reihe Schiffstypen für jeweils spezielle Aufgaben; die berüchtigsten sind sicher die fast nur für militärische Zwecke verwendeten Langboote -”Drachenboote”. 
Diese waren für die damalige Zeit enorm schnell; man vermutet bei idealen Bedingungen Geschwindigkeiten bis knapp 20 Knoten – sozusagen die Überschalljäger des Frühmittelalters.

Die Langboote wurden gesegelt oder gerudert; in Ufernähe und im Kampf nur gerudert.
Sie hatten ein Breiten-/Längenverhältnis von etwa 1:7, teils bis zu 1:10.
Die kleinsten Exemplare besaßen 13, meistens 20 – 25, in Extremfällen bis 45 Ruderpaare. Sie konnten bis ca. 45m lang sein.
Durch ihre flache, leichte und schlanke Bauweise jedoch für rauhen Seegang ungeeignet.

Und wenn man sich das Finale von “Wickie und die starken Männer” ansieht, bekommt der Begriff “einen Drachen steigen lassen” eine ganz neue Bedeutung…

Dieser in München und Prag entstandene Nachbau für die 1. Wickie-Verfilmung trägt den Namen “Hugin”; das hochseetaugliche Boot in Malta “Munin”
Benannt nach den beiden Raben des germanischen Gottes Odin.

(Hugin & Munin — der Gedanke & das Gedächtnis)

Länge 17,5 m; Breite 5,5 m; Verdrängung: 13 Tonnen; Masthöhe 14m; Segelfläche 100 qm;
Reiseflughöhe 11500 ft.

Die starken Männer aus Flake sind eine kleine Truppe, für die ein Langboot viel zu groß wäre, daher ist unsere “Hugin” in der Bauform einem kleineren Typ der Wikingerschiffe angelehnt, der “Knorr”, die primär als Frachtboot Verwendung fand.

Andererseits wurden die großen Reisen bis nach Grönland / Nordamerika bevorzugt mit diesem Bootstyp gefahren: Mit ihrer kompakteren, hochbordigeren und bauchigeren Form waren sie im Gegensatz zu den Langbooten für Einsätze auf hoher See geeignet. Allerdings war die ausschließlich gesegelte “Knorr” etwas langsamer; mit Nachbauten wurden jedoch Marschgeschwindigkeiten von gut 8 kn, und Spitzengeschwindigkeiten um 12 kn erreicht.
Die Ruder kamen bei diesem eher späten Schiffstyp nur beim Manövrieren im Hafen oder bei Engstellen zum Einsatz; mit nur 15 – 30 Mann Besatzung rudert man nicht mal eben nach Vinland….

Die echten Knarren hatten meistens nur Halbdecks im Bug- und Heckbereich,
der Laderaum in der Mitte war offen !
Bedingt durch die flache Bauweise, gab es bei allen Bootstypen der Wikinger unter den Decksplanken kein nennenswertes Raumangebot – ein geräumiger Laderaum wie auf dem Piratenschiff, aus dem Wickie sich befreit, ist reine Fiktion.

Für die Besatzung gab es keine geschlossenen Unterkünfte, alles spielte sich auf dem offenen Deck ab. Einziger “Schutz” vor den Unbilden des Wetters waren an Deck aufgestellte Zelte.
Und die Toiletten hat nicht nur Ylvi bei den Piraten vermißt – die gab es grundsätzlich nicht. 
Es wurde ganz einfach über die Bordwand gesch…..
Komfortable Vergnügungsdampfer waren diese Wasserfahrzeuge beileibe nicht ! Man muß heute noch einen Heidenrespekt vor diesen Leuten haben, die sich mit diesen offenen Nußschalen auf den ruppigen Nordatlantik hinausgewagt haben.

Das Boot ist auch mit einem anderen Kopf und veränderter Optik als Schiff der P-P-P-Piraten zu sehen.

Es sind für den ersten Wickie-Film 2 Nachbauten entstanden: Ein hochseetüchtiges Boot, das in Malta zum Einsatz kam, und eine “Flachwasserversion”, die wir hier am Walchensee gesehen haben. 
Diese Boote besitzen ein Stahlgerippe, und lassen sich zum Transport in 4 Teile zerlegen. 
( Mast, Rumpf, Schmuck an Bug & Heck )
Das Walchenseeboot war auch im Wasserbecken des Studios in Malta im Einsatz,

und steht jetzt in Geiselgasteig.

Es war amüsant anzusehen, wenn unvorbereitete Ausflügler aus südlicher Richtung ankamen und sich urplötzlich mit dem für oberbayerische Verhältnisse eher ungewöhnlichen (hüstel) Anblick konfrontiert sahen.  Dann wurde hektisch im Rucksack nach der Kamera gekramt, und wenn man die vergessen hatte, nach dem Fotohändü, und WEHE wenn das auch nicht da war, dann gab´s unfreiwillige Komödien aus dem Stegreif mit hohen Werten auf der nach oben offenen  Bertha-das-Ei-ist-hart-Skala.

Seit Juni 2009 liegt das Boot im Trockendock – als Attraktion der Bavaria-Filmtour.


Der zweite Rumpf blieb in Malta; das Filmstudio kann nicht besichtigt werden,
mit einem Teleobjektiv kam im Mai 2010 wenigstens dieses Foto zustande.

Wickie auf großer Fahrt

Für den 2. Film sind 2 neue Rümpfe gebaut worden – die Bavaria hat sich von einer Ihrer Hauptattraktionen der Filmtour natürlich nicht mehr getrennt, und in Malta wurde wiederum mit 2 Booten gedreht.
Die Maße sind identisch, nur 20cm flacher ist das Boot geworden, damit es beim Straßentransport besser unter diversen Brücken hindurchpaßt.

Dieses Boot trägt den Namen der germanischen Göttin der Ehe und der Liebe: Freya
Njördr, deren Vater, ist praktischerweise der Gott des Meeres, des Windes;

Schutzgott der Seeleute und Fischer.

Kurz vor den Dreharbeiten erreichte das Wikingerschiff am 25. 8. 2010 den Walchensee.
Auf einem Spezialtieflader ging es nach Walchensee, wo der Konvoi gegen 6:30 eintraf.
Dort hat man die “Freya” mit einem Autokran in den See gehievt.
Sinnigerweise direkt vor dem Gasthaus Edeltraut, in dem “Bully” Herbig genau ein Jahr zuvor seinen Freizeitpark “Wickieland”vorstellte….
Wer schon immer wissen wollte, was es mit den Spruch “Eine Handbreit Wasser unterm Kiel” so auf sich hat….
Der Trick mit der schwebenden Jungfrau, hier mal an einem Wikingerboot demonstriert.
Als das Boot dann gegen 18:00 ins Wasser gesetzt wurde, gab es spontan Beifall der zahlreichen Zuschauer.
Der Herr mit Hut ist Burghard Pieske; er hat schon selber mit einem nachgebauten Wikingerboot den Atlantik überquert, und gilt unbestritten als der Fachmann auf diesem Gebiet.
Zuletzt hat man noch den Mast an Bord gehoben, später ist die “Freya” von einem Boot der Wasserwacht nach Sachenbach geschleppt worden.
Witz am Rande, Teil 1: Wie zu sehen, hat das Gasthaus Edeltraut auch einen Bootsverleih. Der Chef sah selber eine ganze Weile dem Treiben vor den Hause zu; dabei meinte ein Bekannter zu ihm: “Jetzt übertreibst´ es aber a bisserl mit Deine neue Mietboote !”


Witz am Rande, Teil 2, nur für Wickie-Insider:
amtliches Kennzeichen des Autokranes: TÖL – E 114
Schon 2 Tage später wurde die “Freya” in Sachenbach komplettiert. Während meines Besuches hat man die Rahe befestigt und probeweise hochgezogen. Kurz nach einem heftigen Regen lag der Walchensee für eine Weile fast spiegelglatt da, so konnte man diese leichte Spiegelung aufnehmen.
Scherzfrage: Wie nennt man das, wenn in dieses Boot Wasser eindringt ?? . . . . . . Wickieleaks
Man sieht der “Freya” ihren hungrigen Blick an; sie will endlich lossegeln !!
Das Boot ist mit zwei Außenbordmotoren ausgerüstet, die jeweils in einem senkrechten Schacht im inneren des Rumpfes eingebaut sind. Nur die Schraube ragt unter dem Rumpf heraus – die Schächte sind einfach von oben zugänglich, die Öffnung ist mit einer Ruderbank perfekt getarnt.
Bemerkenswert ist das aufgrund der Tatsache, da auf dem Walchensee normalerweise

keine Motorboote zugelassen sind.
Dieses Bild gibt es auch als Wallpaper in verschiedenen Auflösungen

Nach Drehschluß im letzten Tageslicht…..
Am 30. 8. drehte die Freya eine Runde incl. Rudertraining um den ganzen See, hier in der Walchenseer Bucht.
Wer 170 000 Continental Money Units übrig hat, kann sich so ein Boot nachbauen lassen….
Und damit stehlen Sie jeder Luxusjacht die Show. Wetten ??
Dreharbeiten mit Wickie höchstpersönlich am Steuer. (“Setzt das Segel, Männer !”)
Da mußte man fix sein: nach dem “Danke, aus” schnell die paar Meter ans Ufer, Foto gemacht, und dann gleich wieder zurück in das tarnende Unterholz. Das ist die Szene mit dem verunglückten “rückwärts ausparken” – Manöver
Eyne kleyne Spiegeley
Nach den Dreharbeiten lag der Bootsrumpf noch bis Ende Oktober an einem Bootshaus vertäut, bevor er an einen geschützten Platz gebracht wurde….
…. um im Sommer 2011 – wieder zu Wasser gelassen – erneut als Blickfang zu dienen

Die “Freya” verbrachte die nächsten 4 Jahre relativ ungenutzt in Jachenau, bevor sie 2016 für ein gutes halbes Jahr nach Rosenheim vor den früheren Lokschuppen umzog. Die Bahnlinie durch Rosenheim verlief ursprünglich anders als heute, nahe am Stadtzentrum; daher wird der erste Lokschuppen von Rosenheim heute als zentral gelegenes Ausstellungsgebäude rege genutzt.
Durch sich regelmäßig ändernde Sonderausstellungen haben sich die Rosenheimer wohlverdient einen guten Ruf erarbeitet.

Als 2016 eine Sonderausstellung zum Thema “Wikinger” stattfand, lag es natürlich nahe, sich ein Wikingerboot als Blickfang vor die Türe zu stellen – und da war die “Freya” wieder gefragt.

Danach blieb sie gleich in der Gegend; nach einigen Umbauten für eine Zulassung zur Personenbeförderung ist sie seit Anfang August 2017 auf dem Chiemsee im Einsatz.
Mitfahren darf jedermann, auch für Gruppen kann das Boot gemietet werden.
Nähere Infos hier:

Ich bin mir sicher, dem “Kini” hätte das Boot gefallen !
(Und Richard Wagner wäre der Auftrag zu einer Oper mit Drachenboot zugekommen….)



Wer schon immer wissen wollte, wie man mit so einer offenen Nußschale über den Atlantik segelt:
Burghard Pieske, Weltumsegler, der auch hier bei den “Wickie” Filmproduktionen das Boot betreute, ist 1991/1992 mit einem nachgebauten Wikingerboot auf historischer Route nach Vinland gesegelt.

Die Erlebnisse hat er in einem überaus lesenswerten Buch verarbeitet.
Interessant, spannend und mit dezentem Humor gewürzt.
Expedition Wiking Saga

die Internetseite von Burghard Pieske

Ein detailliertes Buch über die Bauweise der Wikingerschiffe mit zahlreichen,
teils beigelegten großformatigen Zeichnungen findet ihr beim Arbeitskreis historischer Schiffbau
 “Das Gokstadschiff und seine Boote”

Das echte Gokstadschiff ist zusammen mit dem Osebergschiff im “Vikingskipshuset” in Oslo zu besichtigen.
Das auf einer Halbinsel gelegene Museum ist mit der Buslinie 30 (ab Nationaltheater) 
oder mit dem 91er Boot vom Rathausplatz zu erreichen.
Das Gokstadschiff …..
….. dessen Beiboote
das Osebergschiff war ein Repräsentationsfahrzeug….
…. und dementsprechend reich verziert
Sogar auf der norwegischen 20-Kronen-Münze ist das Schiff verewigt
Ein unmittelbarer Vorgänger des Wikingerschiffes ist im Schloß Gottorf in Schleswig zu besichtigen:
Das aus dem 4. Jahrhundert stammende – und noch ausschließlich geruderte Nydamboot.

meine komplette Wickie-Website

GPS-Positionsdaten, auch zu Wickie !

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Wickie auf grosser Fahrt – Aufbau Set „Flake“

Am 12. 1. 2010 war es amtlich: “Wickie” bekommt eine Fortsetzung !!
 “Wickie auf großer Fahrt” wird die erste deutschsprachige Real-3D-Produktion !
Und der erste Film weltweit, bei dem man das Making-of ebenfalls komplett in 3 D gedreht hat !

Oder wie unsere niederländischen Nachbarn das so nett ausdrücken:
De voortreffelijke resultaten van WICKIE UND DIE STARKE MÄNNER in Duitsland hebben de producenten doen beslissen om een tweede Wickie de Viking film maken.

Bei der Schauspielertruppe bleibt es bei den bekannten Gesichtern;
auf dem Regiestuhl wird Christian Ditter Platz nehmen, der bereits mit Filmen wie „Französisch für Anfänger“
sein sicheres Gespür für Jugend- und Abenteuerfilme unter Beweis gestellt hat.

Die Dreharbeiten begannen am 31. 8. 2010 am Walchensee, und endeten am 10. 12. in den Bavaria Filmstudios.

Premiere feierte der Film am 25.9. — Kinostart war am 29. 9. 2011
Der anfangs geplante Termin war natürlich leichter zu merken: 11.11.11
Und ich hatte mich so sehr auf Narrenkappen mit Wikingerhörnern gefreut…….

Nix war´s mit Flake Alaaf !!

Sachenbach — Aufbau Flake

Auch im 2. Teil der Flake-Saga ist die Sachenbacher Bucht wieder mit von der Partie.
Am 6. Juli 2010 begannen die Aufbauarbeiten für das neue Filmset von “Wickie auf großer Fahrt”.
Schon einige Tage zuvor gab es untrügliche Zeichen für baldige Aktivitäten; Absperrbänder und etliche Warntafeln.
Bereits eine Woche später, am 11. Juli, waren die Pfosten für den Bootssteg eingerammt…
…. und im Bereich der Unit Base ist das Zelt aufgebaut; es diente während der Dreharbeiten als Aufenthaltsraum; zudem waren Kostüm und Maske hier untergebracht.

Einige Flake – Gebäude aus dem 1. Teil werden recycelt: Die Hütten, die in der Ortschaft Walchensee stehen, wurden transportfähig hergerichtet, am Stück auf einen Ponton gehoben und über den See hierher gebracht !
…. daher sah es bereits am 18. 7. wesentlich bebauter aus….
…. auch ein Zelt war hinzugekommen.
Während der Bauarbeiten als Aufenthaltsraum der Arbeiter, während der Dreharbeiten für die Komparsen.
Attention ! Vikings at work
Baumaterial – ordentlich beschriftet – liegt schon bereit
Im Unterholz verbarg sich dieses archaische Gefährt:
2 rohe Baumstämme, miteinander verbunden und am hinteren Ende auf eine Achse gesetzt – hiermit hat man offenbar die die aus Walchensee verschifften Hütten am flachen Ufer aus dem See gefahren.
Am 25. 7. stand auch Wickie´s Wohnhaus in groben Zügen.
Das Gebäude ist eine neue Kulisse, und bildet wieder den hinteren Abschluß des Dorfplatzes von Flake.
Es ist jedoch ca. 20m nach vorne gerutscht, wie überhaupt auffällt,
daß man Flake diesmal kompakter baut, und man mit einigen Häusern weniger auskommt.
Das einzige komplett abgebrochene Gebäude der ersten Kulisse – der Schafstall – entsteht ebenfalls neu, jetzt halbwegs eingedeckt.
… und überall lief das Wasser. 2 Tage vorher gab es Unwetter mit sintflutartigen Niederschlägen, das Sträßlein von Urfeld herüber war mit Blättern und Ästen übersät, in Urfeld gab es etliche zertrümmerte Dachziegel /Dachfenster / Solarkollektoren zu sehen….
…. und der Seespiegel stieg um gut einen halben Meter. Der Bootssteg lugte grad noch aus den Fluten. Von den sonnigen Fotos nicht täuschen lassen, ich habe die wenigen Wolkenlücken ausgenutzt….





Am 31. 7. war Wickies Wohnhaus in groben Zügen fertiggestellt. ….
…. während der Kunststofffelsen sich noch im Anlieferungszustand präsentiert
Außerdem begann man, die Dorfkulisse mit ersten Acessoires zu verfeinern
Mit Badehose und Akkuschrauber



In der ersten Augustwoche kam dann noch der “Totempfahl” dazu, sowie ein Bauzaun beiderseits des Weges.
Der Schafstall ist fertig eingedeckt; das Gras auf dem Dach beginnt zaghaft zu sprießen…


Mitte August waren Gärtnerarbeiten an der Reihe….
Die Brotzeit findet nicht auf handelüblichen Biertischgarnituren statt,
sondern auf Wikingerkompatiblem Mobiliar.
….. selbst ein kleines Apfelbäumchen kommt zu Filmehren



Schon eine Woche vor Drehbeginn präsentierte sich das Filmset zu 95 Procäntä fertiggestellt….
Solange sich das Gewölk dekorativ im Hintergrund hält, ist ja nix dagegen einzuwenden.
Nur wenn es wochenlang flächendeckend den Himmel verfinstert, bin ich gaaaar nicht entzückt !
Portraitaufnahme von Wickie´s Wohnhaus.
Microfinish am Bootssteg
Kurz vor Abschluß der Arbeiten wurde zudem eine Umleitung des durch das Filmset führenden Wanderweges angelegt.
Das Set wird in einem Abstand von ca. 150m ohne Blickkontakt umrundet, so kann man auch während der Dreharbeiten am Walchensee entlang wandern, da der direkte Durchgang in dieser Zeit gesperrt wurde.
( Bei den Dreharbeiten zum 1. Teil gab es einen Busshuttle zwischen Sachenbach und Niedernach )
Zwar nur ein schmaler Waldweg, an besonders schlechten Stellen mit Kiesauflage, aber es gibt sogar eine Brücke; und an einer Stelle kommt man Flake´s Hinterhof sehr nahe, so entstand 30m abseits des Weges obiges Foto von der Rückseite.
Feinarbeiten am Totempfahl, damit das nagelneue Ding auch nach uraltem Familienerbstück ausschaut…..
Für so etwas gibt es den schönen englischen Begriff “Weathering”
Entlang des Weges durch das Set stand ein Bauzaun, um penetrant Neugierige von Betreten abzuhalten.
Was irgendwelche Herrschaften in quietschigen Strampelanzügen natürlich nicht davon abhielt, mit ihren verdreckten Fahrrädern (pardon: Dööt-Baiks … oder so ähnlich) dort reinzufahren.
Für die Fotos wurde das Objektiv durch die Maschen des Zaunes gesteckt. Die eine oder andere Verrenkung inclusive…..


“Visit the location and feel the inspiration” :
Wie kommt man hin ? Das Sträßlein um Sachenbach firmiert zwar im Rang einer Staatstraße, ist jedoch nur ein geteerter Feldweg,
und daher für öffentlichen Verkehr gesperrt. 
Man fährt mit dem Auto (B 11) oder RVO-Bus (Linie 9608) bis Urfeld, und geht dann eine gemütliche halbe Stunde zu Fuß; bzw. leiht sich im Urfelder Seestüberl ein Fahrrad.



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Ostwind 2

Neben bereits aus dem ersten teil bekannten Drehorten kamen für die Fortsetzung
einige weitere Locations dazu.

Kassel

Am Anfang des Filmes träumt Mika von Ostwind, der ganz untypisch mitten in einer Stadt herumtrabt….
Diese Einstellungen zeigen die Friedrich – Ebert Straße in Kassel an der Einmündung Gabelsbergerstraße.

II — 0:01:15
II — 0:01:36
II — 0:02:11

Die Wohnung der Familie Schwarz findet sich in einem Altbau der nahe gelegenen Goethestraße.

Ab 0:47:57 liefern sich Mika & Milan auf dem ehemaligen Verkehrslandeplatz Kassel-Calden (1970-2013)
ein ungewöhnliches Wettrennen mit einem Fieseler Storch.

ICE

Nur jeweils ein gaaanz kurzer Blick aus dem Fenster eines ICE zwischen Kassel und Fulda: bei 0:04:22 von der Aulabrücke mit der Ortschaft Niederaula (Streckenkilometer 202,5)
sowie bei 0:04:25 auf der 748m langen Schwarzbach-Talbrücke beim Strecken-Km 211,5; man erkennt noch die Dächer der Sippelsmühle.

Waldrand

Ab 0:11:26 sind Mika & Ostwind etwa 1 km nordöstlich von Immenhausen an einem Waldrand unterwegs, als Ostwind die Anwesenheit seines komplementärfarbenen Artgenossen spürt, und in den Wald hineinstürmt.
II — 0:11:46
II — 0:12:03
II — 0:11:26


Reitanlage Aubenhausen

Die große Konkurrenz von Gut Kaltenbach in “Ostwind 2” ist das moderne Gut Sasse.
Im wirklichen Leben ist das die Reitanlage Aubenhausen nahe Ostermünchen.

Die renommierte Reitanlage ist Privatgelände, unbefugtes Betreten daher nicht gestattet.
Es finden jedoch gelegentlich öffentliche Veranstaltungen statt,

bei denen das Gelände besichtigt werden kann.
Fotos mit freundlicher Genehmigung der Familie Werndl.

0:27:33
0:29:11
0:54:46
0:56:46
0:59:18
1:01:08
1:01:18
1:12:41


Mangfall

Ein anderer geheimer Treffpunkt mit Milan ist an einem kleinen Fluß ( ab 0:41:27 & 1:03:22 )
Diese Stelle liegt an der Mangfall; etwa 500m südöstlich der Brauerei Graf Arco in Valley.

II — 0:41:27
II — 1:03:22
II — 1:03:39
II — 1:05:21


Grebenstein

Die ausgerissenen Pferde galoppieren ab 1:24:57 durch den Steinweg.
II — 1:25:17
II — 1:25:42

meine komplette Ostwind-Website

GPS-Positionsdaten, auch zur Ostwind Filmreihe !

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Game of Thrones — Cushendun

In der Cushendun Cave bringt Melisandre den Schatten zur Welt, der Renly töten wird… 
S2 E4, ab 44:17

nächtliche Anlandung  S2 E4 44:17
S2 E4 45:40
Im hinteren Bereich, durch die verschlossenen Gitterstäbe filmte man die Geburt des Wesens, daß die Geschichte von Westeros grundlegend beeinflußte.